Oh Du Unseelige!

Keksbauch, Völlegefühl und die Leber jault: Die Feiertage sind eine Belastungsprobe für Körper und Seele. Unser Survival-Guide holt euch da raus und macht Platz für die schönen Seiten des Winterurlaubs.

von: Janina Lebisczak

Schon gewußt: In de Zeit zwischen Weihnachten und Silvester geht es in Österreichs Haushalten nicht nur ruhig und besinnlich zu. Unter Weihnachtsbaum im Kreise der Familie liegen häufig die Nerven blank und an Silvester haben nicht wenige Paare schon einen Schlussstrich unter ihre Beziehungen gesetzt. Doch ganz egal ob Paar oder Patchworkfamily, eine Sache ist oft die Waage am am Zünglein, wenn es heisst „ausrasten oder ruhig bleiben“ – Das Schnarchen! Ja, an den nach all dem Adventsstress so sehnlich herbei gewünschten Feiertagen wird besonders häufig und besonders laut geschnarcht.  Warum? Viel Alkohol und noch mehr Zucker, fettes Essen und wenig Bewegung machen sogar aus Gelegenheitsschnarchern wahre Sägen. Nun wollen wir gerade in jener Zeit, die man mit guten Gewissen in der Freizeithose am Sofa verbringen kann, nicht die Moralapostel spielen. Aber ein paar Tipps haben wir doch parat:

Saftig bleiben

Wer die Feiertage durchgehend alkoholisiert verbringt, wird weder seiner Gesundheit noch seiner Partnerschaft etwas Gutes tun: Ein Smoothie ist der perfekte Powersnack für alle, die viel unterwegs sind – irgendwo zwischen Party, Punch und Panik. Ganz sollte man den rohen Verzehr jedoch nicht ersetzen – die volle Fülle der Inhaltsstoffe liefert nur die Frucht und das Gemüse beim Direktverzehr. Unser Smoothie-Favorit für die Feiertage besteht aus:

4 Mandarinen (entsaften)

1 Banane

Ca. 1cm einer Ingwerknolle

1TL Lebkuchengewürz

1 TL Zimtpulver

1-2 EL Mandelmuss

Ca. 150 ml Wasser 

Leber entlasten. 

Es ist kein Geheimnis. Bitterstoffe unterstützen die Verdauung. Besonders wirksam sind die Inhaltsstoffe der Artischocke, denn sie regen den Gallenfluss an. So werden Beschwerden wie Übelkeit, Völlegefühl und Blähungen nach Fressorgien verringert. Doch statt nur zum Präparat aus dem Drogeriemarkt zu greifen, kann man herrlich damit backen. Focaccia oder Ciabatta-Brot etwa schmeckt mit klein gehackten Artischocken top.

Der Morgen danach. 

Der letzte Drink muss schlecht gewesen sein – trotzdem sollten Sie funktionieren um zumindest das Chaos vorm Vorabend zu beseitigen. Was hilft gegen den Kater? Kaltwarm Duschen, Magnesium, viel Trinken (Zitronenwasser mit Baking Soda etwa hilft sofort) und basische Lebensmittel wie Erdäpfel, Eier und Bananen. Um dem Kater schon prophylaktisch entgegenzuwirken, empfiehlt es sich, vor dem Schlafengehen ein großes Glas Kokoswasser zu trinken. Es ist reich an Vitaminen und Mineralien wie Kalium, das dem Körper hilft, den Wasser- und Elektrolythaushalt zu regulieren.

Bisschen Bewegung

Niemand zwingt sie zum Marathon und auch ein Powerworkout im Gym fällt wahrscheinlich flach: Aber ein ausgedehnter Winterspaziergang in der Natur ist schöner Ausgleich für die Seele, und sehr empfehlenswert nach Völlereien. Die frische Luft bringt wieder Sauerstoff in den Kreislauf und die Bewegung regt den Kreislauf an. Das ist gut für den Körper und auch für die Haut. Und danach? Viele Thermen bieten bereits Feiertagspakete an – so kann man günstig im warmen Wasser relaxen.

Hand anlegen

Keine Zeit für eine Massage? Do it yourself! Besonders die Reflexzonen der Hand haben es in sich. Schon ein leichter Druck auf den richtigen Punkt wirkt entspannend, löst Blockaden und aktiviert die Selbstheilungskräfte des Körpers. Tipp: Der Akupressurpunkt, der auf der Schwimmhaut zwischen Zeigefinger und Daumen liegt, lindert stressbedingte Schmerzen, speziell in Kopf und Rücken. 

Friedlich bleiben:

In keiner Jahreszeit wird soviel gestritten. Reden hilft, Diplomatie ebenso: Lässt sich ein Konflikt unter Freunden und Familienmitgliedern nicht vor den Feiertagen aus der Welt schaffen, kann man auch für Weihnachten eine Auszeit vereinbaren und die Sache später klären.  Wenn der Stress nachlässt, sieht man oft wieder klar.